Gott kennt seine Pappenheimer. Und die sind wir! Wir, die wir glauben, und wir, die wir nicht glauben. Und wie viele Zwischentöne gibt es zwischen Glauben und Nicht-Glauben! Ich kenne einen, der die Kirche mag, weil sie Armen hilft und den Mächtigen ins Gewissen redet - aber nicht ans ewige Leben glaubt. Ich kenne einen anderen, der Obdachlose ins Restaurant einlädt, aus purer Menschenfreundlichkeit, aber mit Christus nichts anfangen kann. Ich kenne einen dritten, der mehr Geduld aufbringt als ich, wenn Leute etwas von ihm wollen, aber jede Religion für überflüssig hält. Und dann kenne ich Menschen, die sich für fromm halten, aber mit Ausländern nicht zu tun haben wollen. Die in die Kirche gehen, aber sofort das Schlechte in einem anderen sehen. Menschen, die sich zu Christus bekennen, aber im Geschäftsleben rücksichtslos sind. Sie alle sind Pappenheimer Gottes.

 

Er kennt sie und liebt sie alle. Aber vielleicht sind Gott die am liebsten, die das Gute einfach tun. Wahrscheinlich legt er auf Lippenbekenntnisse wenig Wert. Damit will ich den Glauben nicht kleinreden. Ein berühmter Muslim unserer Tage lobte das Christentum, weil es unvoreingenommen Liebe in die Welt gebracht hat. Diese Nächstenliebe, die nicht fragt, wer einer ist und wo einer herkommt. Ich glaube, wir haben schon viel von Jesus Christus gelernt, und wir können noch mehr von ihm lernen. Doch es beeindruckt mich, Menschen zu begegnen, die nicht glauben - aber mit großer Zärtlichkeit über andere Menschen reden. Die von Religion nichts wissen wollen - aber sich hingebungsvoll für andere einsetzen, etwa in den Flüchtlingslagern. Und wie nahe kommen wir uns, Christen und Nichtchristen, wenn wir den liebenden Blick haben, wenn wir uns von der Not anderer ansprechen lassen. Wie ähnlich werden wir uns - wir Pappenheimer Gottes.

Gott segne Sie!Abtprimas013

Entnommen: Bild der Frau 24/2016

Von Menschen, die Gutes

tun, ohne gläubig zu sein
Von Abtprimas Notker Wolf

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Abtprimas Notker Wolf ist im Allgäu geboren. 1961 trat er in das Kloster St. Ottilien ein. 1968 wurde er zum Priester geweiht. Heute reist Notker Wolf als oberster Mönch der Benediktiner für seinen Orden um die Ganze Welt. Sein Amtssitz liegt in Rom.

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Der Mensch im Mittelpunkt

 

IMG_1894-K "Treffen so viele Bekannte von früher"

Viel Andrang beim traditionellen Sommercafè im Kolpingheim

Pünktlich zum Sommercafè für die Senioren der Kirchengemeinde Sankt Theresia am Mittwoch hat sich auch das Wetter auf Sommer eingestellt. In diesem Jahr trafen sich rund 25 Gäste im Kolpingheim auf dem Gauger, um auf diese Weise ihre Verbundenheit mit der Kirchengemeinde zum Ausdruck zu bringen.

Das Sommercafè gibt es bereits seit 35 Jahren. Während zentrale Programmpunkte wie Kaffee und Kuchen und musikalische Unterhaltung seit den Anfängen bestehen, wechseln andere durchaus. Ines Rabus hatte sich in diesem Jahr für die Senioren "Dalli Quick" ausgedacht: Die Gäste sollten Fotos von Personen und Objekten aus Trossingen erraten. Walter Haas beteiligte sich mit einem Ratespiel über die Kirche und die Stadt.

Lothar Thomma spielte Akkordeon und die Senioren genossen die Gemeinsamkeit, erzählten, lachten, tranken Kaffee und aßen Kuchen und sangen auch einige Lieder. Sieben verschiedene Kuchen hatten die Mitglieder der Kolpingfamilie gebacken.

Viel Spaß hatten auch die Schwestern Eva Gruschka und Helga Stern. Beide sind nach vielen Jahren, in denen sie in anderen Städten gelebt haben, wieder nach Trossingen zurückgekehrt. "Wir treffen so viele Bekannte von früher", schwärmen sie unisono. "Das ist richtig schön".

Auch Ingrid Pigl fühlt sich in Trossingen und im Kreis der Senioren sehr wohl. "Seit vier Jahren wohne ich im Bethel", erzählt Ingrid Pigl. "Um bei meiner Tochter zu sein, bin ich hier her gezogen. Es gefällt mir gut und ich kann viel unternehmen."

Die Vorbereitungen und das Bewirten übernahmen Ingrid und Josef Lindmeyer sowie Martin Jörg.

Laut der pastoralen Mitarbeiterin der Gemeinde, Ines Rabus, wird zwar über die St.-Theresien-Gemeinde eingeladen, aber es sei jeder willkommen, egal welcher Konfession.

Trossinger Zeitung 24.06.2016

 

 

 

 

 

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