Den Veranstaltungskalender Januar 2017 bis Juli 2017 findet ihr unter diesem Link

Veranstaltungen

 

 

 

 

 

Wie man Pflege finanziell meistert

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Bildungsreferent Thomas Rohr
von der Sparkassen-Finanzgruppe aus Berlin bei der Kolpingsfamilie Trossingen

 

 

„Verzagen sie nicht, wenn’s auf sie zukommt“

Thomas Rohr ist Bildungsreferent des Beratungsdienstes „Geld und Haushalt“ der Sparkassen-Finanzgruppe aus Berlin und hat das Thema „Wie man Pflege finanziell meistert“ rund anderthalb Stunden lang ansprechend, humorvoll und mit vielen nachvollziehbaren aus dem Leben gegriffenen Beispielen erläutert. Seine Frage „Wo wollen Sie eines Tages sterben?“ wurde in Trossingen genauso wie überall anderswo beantwortet: „Daheim im Bett “, so die einhellige Reaktion. Doch nur 25 Prozent der Menschen sterben tatsächlich zu Hause. Viele andere benötigen vor dem Tod durchschnittlich 8,3 Jahre Pflege mit Pflegestufe. 1995 sei die gesetzliche Pflegeversicherung erstmals in Kraft getreten. 1,5 Millionen Menschen kamen in den Genuss einer Pflegestufe, Mitte des Jahres 2015 seien dies bereits 2,7 Millionen gewesen, bis zum Jahr 2030 werde ein Anstieg auf 3,5 Millionen und bis 2060 auf 4,5 Millionen Menschen in Deutschland erwartet.

Zum Januar 2017 sind die Beträge zur Pflegeversicherung um 0,2 Prozent gestiegen. Gleichzeitig wurden mit der Einführung des Pflegestärkungsgesetztes II die bisherigen vier Pflegestufen (null bis drei) in fünf Pflegegrade geändert. Die Einstufung beginnt jetzt früher, sodass rund 500 000 Menschen mehr als bisher Leistungen beziehen können. „Jeder Mensch soll die Pflege bekommen, die er tatsächlich benötigt“, betonte der Referent deshalb. Nach einem Anruf bei der Pflegekasse komme innerhalb von fünf Wochen ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes mit einem Fragenbogen mit sechs Modulen und insgesamt 77 Einzelfragen. Neben Fragen von der Mobilität bis zur Selbstversorgung, seien zwei neue wichtige Kriterien – Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Belastungen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte – enthalten. Als Hilfestellung für die Beantragung des Pflegegrades empfahl der Referent das Gespräch mit dem Hausarzt, dem Sozialamt, der Krankenkasse und oder dem Pflegestützpunkt des Landkreises Tuttlingen (Telefon 0 74 61/ 9 00 89 98).

Seine wichtigste Botschaft des Abends war: „Bei der Befragung laufen die Leute fast immer zur Höchstform auf mit dem Effekt, den Pflegegrad zu vermindern.“ Doch es brauche sich niemand zu schämen. Die Pflegeversicherung sei dazu da, dass man etwas bekomme, wenn es nicht mehr so gehe.

Insbesondere Menschen mit geistiger Einschränkung (Demenz) profitieren von der Reform, denn „sie werden automatisch in den übernächsten Pflegegrad gestuft“. Und weil in der heutigen Zeit die „Pflege zu Hause vor dem Heim steht“, sind die Leistungen kräftig angehoben worden. Wer bisher in der Pflegestufe eins als ambulante Sachleistung 468 Euro monatlich bekam, ist jetzt im Pflegegrad zwei und erhält 699 Euro, während die Leistungen bei stationärer Unterbringung in der gleichen Stufe von 1064 auf 770 Euro gesenkt wurden.

Ein hoher Pflegegrad wird stationär nach wie vor gut unterstützt. Allerdings weiß Thomas Roth, die wenigsten Menschen können sich eine stationäre Vollbetreuung mit heutzutage rund 4000 Euro monatlich (1262 Euro davon übernimmt die Pflegeversicherung im Pflegegrad drei) leisten.

Bericht von Ingrid Kohler DIE NECKARQUELLE

Daten und Fakten zum Vortrag gibt es ----HIER----

 

 

Josef Holtkotte 3

 

 

Geistlicher Impuls des Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte

 

 

Im Evangelium hören wir die Seligpreisungen, die Bergpredigt. Die Bergpredigt genießt, auch bei Menschen, die keine Christen sind, hohes Ansehen. Und doch meine ich, haben wir unsere Probleme mit der Bergpredigt.

Wir sagen: Ihre Anwendung ist unrealistisch, eine Vertröstung der Menschen, eine Verdrängung aktueller Probleme ins Jenseits.

Wir sagen: jetzt wird politisiert und fühlen uns nicht wohl dabei.

Es ist nicht leicht, mit der Bergpredigt umzugehen. Ich meine aber, sie spricht uns an! Die Glaubenden und alle Menschen guten Willens, dadurch bleibt sie ein permanenter Unruhefaktor.

Die Bergpredigt kann uns ein Stachel im Fleisch sein, weil unser Verhalten hinterfragt wird.

Weiter im Impuls

 

 

Bergpredigt frei 350

Die Seligpreisungen, die Bergpredigt

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